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„Wieso heulen wir eigentlich beim Schneiden einer Zwiebel!?“

Dieses Phänomen im Alltag kennt wohl jeder, doch können wir dieses auch erklären? Schnell war klar, dass zur Beantwortung dieser Frage die Erkundung des Feinbaus einer Zwiebelzelle unerlässlich ist. Und so stellten die Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsrichtung Gesundheit im Rahmen der fachpraktischen Vertiefung kürzlich bei Frau Wagner mit Hilfe des Lichtmikroskops eigene frische Zwiebelhautpräparate her, untersuchten motiviert deren zellulären Aufbau mit Funktion und hielten ihre Ergebnisse mithilfe einer wissenschaftlichen Skizze fest. Und die waren alles andere als zum Weinen! – Um einige praktische Erfahrungen und Wissen reicher, ging eine kurzweilige Unterrichtseinheit, in der zudem auch noch der Vergleich mit dem Aufbau einer tierischen Zelle, der Mundschleimhautzelle, auf dem Programm stand, zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler gewannen viele interessante, wissenschaftliche Einblicke in das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld des Forschungsgebiets der Cytologie.

Also immer wissenshungrig bleiben und die Augen im Alltag offenhalten!

PS: Beim Schneiden der Zwiebel werden Zellen verletzt und so kommt es, dass zwei ansonsten voneinander getrennte Komponenten, die Aminosäure Alliin und das Enzym Alliinase in Kontakt kommen. Es werden daraufhin weitere chemische Prozesse in Gang gesetzt, die u.a. zur Bildung von Propanthialsulfoxid führen. Die auf unsere Augen reizend wirkenden Stoffe lösen schließlich die Produktion von Tränenflüssigkeit aus.

Christina Wagner